Erste Spekulationen über eine pünktliche Auslieferung des A-380 scheinen sich zu bestätigen: Ob im nächsten Jahr wie geplant 27 Maschinen des Riesenjumbos ausgeliefert werden können, ist sehr fraglich. Großkunde Emirates reagiert verunsichert. Dagegen sollen die für dieses Jahr georderten 13 Maschinen planmäßig an ihre Kunden übergeben werden, schreibt das Gewerkschaftsbündnis Force Ouvriere.
Auch Airbus-Chef Tomas Enders hat inzwischen weitere Verzögerungen bei der Auslieferung nicht ausgeschlossen. Es werde geprüft, ob die Zahl der Auslieferungen gehalten werden kann, sagte der 50-Jährige in einem Interview des Deutschlandfunks. Wie Airbus zudem in Toulouse bestätigte, ist Großkunde Emirates über die Überprüfung des Zeitplans unterrichtet worden.
Grund für erneute Verzögerungen ist die Umstellung von der manuellen auf eine industrielle Fertigung. Es sei nicht gelungen, die Teile in Hamburg und an anderen Orten so auszurüsten, dass sie in Toulouse effizient zusammengebaut werden könnten, sagte Enders. Noch immer arbeiten 2000 Mitarbeiter aus Deutschland in Toulouse daran, die Pannen zu korrigieren und den Zeitplan einzuhalten. Für Airbus ein sehr kostspieliges Unterfangen, betonte Enders.
Emirates, mit insgesamt 58 Bestellungen größter Kunde des A-380, reagierte verunsichert: „Weitere Verzögerungen wären sehr ernst, wir wollen keine Unsicherheit für unsere Pläne“, sagte Emirates-Chef Tim Clark der Agentur Zawya Dow Jones am Dienstag.
