Der Flughafenausbau in Frankfurt kann beginnen: Nach mehr als zehn Jahren Planungszeit hat der Verwaltungsgerichtshof in Kassel heute alle noch anhängigen Eilanträge abgelehnt und grünes Licht für die Landebahn West gegeben. Eine Einschränkung aber gibt es bezüglich der angedachten Nachtflüge – aus Lärmschutzgründen. Planmäßige Flüge in der so genannten Kernnacht zwischen 23 und 5 Uhr werde es voraussichtlich nicht geben, hieß es in der Urteilsbegründung.
Dem Bau der neuen Landebahn steht aber erst einmal nichts mehr entgegen.13 Kommunen sowie Privatpersonen und Gesellschaften hatten dagegen geklagt – ohne Erfolg.
Das hessische Wirtschaftsministerium hatte den Plan für den Ausbau des Airports im Dezember 2007 festgestellt. Anfang des Monats wurde ein erstes von 17 Eilverfahren positiv für den Flughafenbetreiber Fraport entschieden. Dass nun bereits alle anderen Verfahren ebenfalls abgeschlossen sind, überrascht. Doch offenbar wollten die Richter die Rechtslage noch vor der Hessen-Wahl am Wochenende geklärt wissen.
Der Flughafenbetreiber Fraport will eine weitere Landebahn nordwestlich des Flughafens bauen. Außerdem soll ein drittes Terminal erstellt und das Fracht- und Wartungszentrum im Süden des Flughafens erweitert werden. Dazu müssen größere Waldflächen gerodet werden.
Mit den Rodungen des Kelsterbacher Waldes, der der neuen Bahn weichen muss, soll nun spätestens im Februar begonnen werden, verkündete Fraport.
