Der südkoreanische Carrier Korean Air will ab Juli die Preise erhöhen. Tickets für internationale Strecken sollen dann bis zu zehn Prozent teuer werden.Wie alle Fluggesellschaften leidet Korean darunter, dass die Erträge mangels Nachfrage schmilzen, die Stückkosten aber tendenziell eher steigen. Mit einer Preiserhöhung erhofft sich das Management, gegensteuern zu können.
Plan der Airline ist, die Ticketpreise Richtung Australien und Neuseeland über alle Klassen hinweg um fünf Prozent und Richtung Nordamerika sogar um zehn Prozent zu erhöhen. Auch Europa wird nicht verschont bleiben. Hier will Korean die Preise in der Business Class erhöhen. Auch auf der Route Frankfurt–Seoul müssen Passagiere dann mit fünf Prozent höheren Tarifen rechnen.
Ursprünglich wollte Korean Air die Preiserhöhung bereits in diesem Monat durchsetzen. Wegen der schlechten Weltwirtschaftslage sowie der sich ausbreitenden Schweinegrippe hat die Airline ihre Pläne dann aber auf Juli verschoben.
Trotz Wirtschaftskrise hat sich die Airline hohe Ziele gesteckt. Nach einem Verlust von 416 Mill. US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr, will Korean in diesem Jahr den operativen Gewinn wieder auf 480 Mill. US-Dollar steigern. Die Preiserhöhung kann dazu beitragen – vorausgesetzt, die Wettbewerber ziehen mit.
