Deutschlands größte Fluggesellschaft wird ihre Ticketpreise erhöhen. Bereits ab dem 19. September 2008 müssen Passagiere im Schnitt 4,8 Prozent mehr für einen Flugschein berappen. Der Stichtag 19. September gilt allerdings nur für Buchungen die im Ausland getätigt werden. Ausnahmen bilden die Schweiz und Österreich. In Österreich wie auch in Deutschland ist die Sache etwas komplizierter: Hier verteuern sich ab dem 19. September nur die Flüge, die nach dem 31. Oktober terminiert sind. In der Schweiz werden sich die Preise erst ab dem 15. Dezember 2008 erhöhen. Zu überdurchschnittlichen Preiserhöhungen soll es Insidern zufolge insbesondere auf der Langstrecke kommen. Hier seien in manchen Preisklassen Steigerungen von bis zu zehn Prozent erkennbar.
Wie Lufthansa auf fvw-Anfrage erklärte, seien die Vertriebspartner bereits am Mittwoch über die Änderung informiert worden. An dem bestehenden 99-Euro-Tarif für innerdeutsche und Europaverbindungen sowie den Einstiegspreisen für Interkont-Flüge (ab 399 Euro in die USA und ab 549 Euro nach Asien) würde die Preiserhöhung aber nichts ändern. Auch andere, noch über die Stichtage hinaus reichende Preisaktionen seien nicht betroffen.
Die Lufthansa begründete die Anhebung mit allgemeinen Kostensteigerungen. Insbesondere der Faktor Löhne und Gehälter habe zuletzt die Kosten in die Höhe getrieben. Nach Tarifauseinandersetzungen mit dem Boden- und Kabinenpersonal muss die Airline ihren Mitarbeitern in diesem und dem nächsten Jahr insgesamt 7,4 Prozent mehr Geld gewähren.
Auch bei der Lufthansa-Tochter Swiss denkt das Management über eine Preiserhöhung nach. „Wie beobachten die weitere Marktentwicklung”, hieß es dazu nur von Seiten der Swiss.
